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Für alle, die gern "auswärts" essen!

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One night in Madrid

November 16th, 2010 · Keine Kommentare

One night in Paris Madrid war das Motto an diesem Wochenende. Für einen Tag und eine Nacht ging es am Sonntag Vormittag in die spanische Hauptstadt Madrid.

Mit einem kleinen Learjet von Eurowings und einer kleinen Truppe verbrachte ich einen intensive, schlafermangelnde aber sättigende und durststillende 24h.

Bordverpflegung gen Madrid

Boardverpflegung im Learjet gen Madrid (Foto: travelicious.tv)

Wasser?

Wasser ist Leben (Foto: travelicious.tv)

Kaum im NH-Sterne-Hotel direkt am Bahnhof Atocha eingecheckt, gab es auch schon das erste Fleisch. Das vermeintliche Entrecote an Schmorgemüse (Paprika und Kartoffeln) entpuppte sich als Herausforderung für Gebiss und Gaumen. Auch der sehr junge Rioja haute nicht um, tat aber guten Dienst beim Herunterbekommen der aus den Fett- und Sehnenfängen heraustranchierten Fleischstückchen. Der Nachtisch, entgegen der Erwartung Crema Catalan zu erhalten, war ein Apfelstrudel. Banal, auch in Hinblick auf den Geschmack. In der Blindverkostung hätte ich versagt. Dies gebe ich zu. Naja, einem geschenkten Barsch, schaut man…

Wie gut, dass Unmengen an Energydrinks vorhanden waren. Da kommt die Mundflora wieder auf Trab. Auf in die Stadt. Ein kleiner Bummel die Calle Atocha hoch zu Plaza Mayor. Das weckt Erinnerungen – an zwei Jahre davor. Denn da war ich schon einmal, im Sommer, in Madrid. Vier Tage genoss ich die Lebendigkeit der Stadt. Diese komprimierte sich diesmal auf 24h.

Zwecks Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes ging es dann in den überdachten Naschmarkt hinter dem Plaza Mayor. Laut und lecker – und wer sich länger als eine Stunde dort aufhält, muss die Kleidung direkt in die Wäsche geben. So intensiv duftet es nach Essen – gegart oder roh. Von Tapasvariationen über Schinken, Sushi und Austern. Letzteren sagten wir aus Sicherheitsgründen ab. Nicht, dass uns eine Fischvergiftung bzw. ein verdorbener Magen den anstehenden Abend vermiesmuscheln.

Leckereien am Nachmarkt in Madrid (1)

Schlemmen in Madrid (Foto: travelicious.tv)

Leckereien am Nachmarkt in Madrid (1)

Leckereien am Naschmarkt (Foto: travelicious.tv)

Leckereien am Nachmarkt in Madrid (1)

Leckereien am Naschmarkt (Foto: travelicious.tv)

Nach langem Hin und her, dem Nicht-Entscheidenkönnen, blieb es dann bei einem Glas Rioja. Deliziös. Eine gute Wahl. Könnte man sich doch auf die Begleitung weintechnisch immer verlassen, so fiel dessen Wahl spontan und ohne weiteres Grübeln auf den Erstbesten auf der Karte. Blinde Hühner finden Korn, das verrückte Huhn, das mich begleitete findet köstlichen Wein! Welch’ Glück! Er mundete deliziös! Dazu trug die Athmosphäre wesentlich bei. So etwas, wie einen solchen Naschmarkt, müsste es in Deutschland auch geben, raisonierte ich. Naja, wenn ich mal im Lotto gewinne. Dann spätestens.

Rioja auf dem Naschmarkt, Madrid 2010

Rioja auf dem Naschmarkt (Foto: travelicious.tv)

Weiter ging es in Richtung Puerta del Sol, an opulent befüllten Feinschmeckerschaufenstern vorbei, zurück zum Hotel. Dort gab es dann einen weiteren Energydrink, zudem wurden die im Flugzeug stibitze Banane und das Fioretto eingepackt. Ab in den Bus zur Caja Magica.

Bordverpflegung Rückflug Düsseldorf

Boardverpflegung gen Düsseldorf (Foto: travelicious.tv)

Die Wartezeit wurde mit einem Bocadillo verkürzt. Belegt mit hauchdünn aufgeschnittenem Formfleischschinken und Analogmanchego. Umgeben von Brot, das jegliche Windel in Hinblick auf Flüssigkeitsabsorbtion – in Menge und Absorbtionszeit – in den Schatten stellt. Wer sich immer schon vorgenommen hat, langsamer zu essen, soll damit anfangen. Vergessen sind jegliche Brigitte-Diäten.

Der Vorhang ist gefallen, die Show vorüber, Füße und Knie hinüber. Ab in den Bus. Ab zum “angesagten Nachtclub” Kudéta. Elitär den Arm gehoben, damit das Bändchen im Spotlight glitzert, ohne Innehalten dann direkt in den Club. Die weihrauch-geschwängerte Luft tat ihr Übriges, um den Durst zu verstärken.

Oh, Sie da, der Champan ist aus. :-( Naja, dann halt RedBull für mich, Rotwein für die Begleitung. Es folgten, in ungeordneter Reihenfolge und bewusst unspezifizierten Mengen: Gin Tonic, Wodka Redbull, Cuba Libre, Wodka Lemon, Redbull, … Denn auch beim gediegenen Gesellschaftstanz kommt man ins Schwitzen. Das muss Flüssigkeit nachgeführt werden.

Nach kurzer Nacht ging es zum überschaubaren Frühstück. Manchego, Gummikäse, Tortilla, Saftkonzentrat, hartes Brot und Co.! Espana Ojé!

Die Vorfreude auf das delikate Essen überwog und besänftigte. Und, die Vorfreude wurde nicht enttäuscht. Leckeres Schmorfleisch, köstlich gewürzte Hähnchenbrust an Ananas-Ingwer-Kartöffelchen, Puddingtörtchen, Schokolade, Cola und Co. Als Nachnachtisch gab es dann noch den Besuch im Cockpit. Herrlich!

Gelegenheiten nutzen, das Leben genießen, alle Sinne strapazieren! Komprimiert, intensiv, laut, lecker, lukullisch, lebendig – 24h Madrid, mindestens für 24 Jahre im Gedächtnis. !Hasta la próxima, Madrid!

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