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Für alle, die gern "auswärts" essen!

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Palma de Mallorca

Oktober 20th, 2010 · Keine Kommentare

Flagge von Mallorca (via de.wikipedia.org)

Flagge von Mallorca (via de.wikipedia.org)


Anfang Oktober 2010 flog ich nach Mallorca. Viele Reiserportagen, Reiseführer und auch Erzählungen verlässlicher Quellen haben mich überzeugt, dass die Insel zu unrecht schlecht dargestellt wird und zu unrecht auf Palma reduziert wird.

Wappen von Mallorca

Wappen von Mallorca (via de.wikipedia.org)

Mallorca ist groß, Mallorca ist schön, Mallorca ist vielfältig – dies alles habe ich feststellen dürfen! Schon am ersten Tag war ich mittendrin. nach Landung auf dem PMI ging es mit dem bereits in Deutschland reservierten Mietwagen in den Stadtteil Terreno. Dieser Teil der Stadt ist, wenn man so will, das Gegenstück zu El Arenal. Es liegt in Luftlinie genau gegenüber, auf der anderen Seite der Bucht. Jedoch geht es hier gesitteter und meist erst an den Wochenenden deutlich umtriebiger vor sich.

Meine B&B-Unterkunft war in den hinteren Gassen; nah genug, um schnell dabei zu sein, doch auch wieder weit weg vom Trubel und dem Lärm. Nah am Castell de Bellver, das seinen Namen nicht zu Unrecht trägt! Nach langer Parkplatzsuche und mühen durch die engen Gassen sollte dies ein ruhiger Abend werden. Auf einen kleinen Spaziergang mit stetigem Blick auf die beleuchtete Kathedrale wurde in einem kleinen Eckcafe eingekehrt. Das Abendbrot wurde dann ein leckerer gemischter Salat mit kross-frittierter Hähnchenbrust und Speck (Ensalada con Pollo). Dazu, klar, San Migual aus dem Fass und ein regionaler, doch einfacher Tafelwein.

ensalada con pollo (Salat mit Hähnchenbrust)

ensalada con pollo (Salat mit Hähnchenbrust) (Foto: travelicious.tv)

Hierba - mallorquinischer Kräuterlikör

Hierba - mallorquinischer Kräuterlikör (Foto: travelicious.tv)

Mühsam erfährt sich das Eichhörnchen aus der Stadt! Welch Tortur, trotz Navigationsgerät aus dem auf Anhängen gelegenen Vororten heraus auf die Landstraße zu kommen! Beeindrucken auch zu sehen und eben zu “erfahren”, wie es Menschen gelingt an steilen Abhängen Straßen und Gebäude zu bauen, zudem Autos und Mülltonnen sicher abzustellen!

Ich mag keinen Badeurlaub. Ich mag Städte- und Rundreisen. So nahm ich mich vor, die Insel zu umrunden. In der kurzen Zeit, die ich hatte, wollte ich möglichst viele, heimische, ja originale Eindrücke von der Insel gewinnen. Und das ist mir gelungen! Welch Spass die Insel einmal im Uhrzeigersinn zu umrunden, welch Nervenkitzel die steilen, gewundenen, schier endlosen Serpentinen auf und abzufahren! Grandios! Fahrten durch die engen Hauptstraßen der kleinen Dörfer! Herrlich!

Gut, dass ich mich mit selbstgemachter Manchego-Stulle, Bananen und einem Gesöff (Pinya), von dem ich dachte, es wäre Cola. Doch es war etwas anderes. Süss, fruchtig, ja und süss.

!Tengo sed! - Pinya auf Mallorca

!Tengo sed! - Pinya auf Mallorca (Foto: travelicious.tv)

Eine Aussicht für die Götter, die man von den schmalen Straßen auf das Meer hat! Beeindruckende Landschaften, schroffe Gebirgsformationen! Aber Vorsicht! Ein Auge muss immer auf der Straße sein, sonst geht es in den Graben, die Schlucht, man übersieht den Gegenverkehr oder eines der unzähligen Radfahrer oder freilaufenden Ziegen!

Da erblasste gar Mr Fogg – in 8h um die Insel! Palmanova, Peguera, Andratx (das “Düsseldorfer Loch” habe ich bewusst gemieden :-P ), Estellencs, Banyalbufar, Valldemosa, Deia, Sóller, Formalutx, Pollenca bis Alcudia. Eine kleine Pause für einen Café con leche gab es dann in Cala Ratjada (aka Cala “Ratata”). Wer hätte gedacht, dass es in einem kleinen Cafe direkt am Meer einen deliziösen Milchkaffee für nur 2 € gibt – nochdazu mit einer kleinen Selektion von Fein- und Sahnegebäck!!! Ein Photo zu machen habe ich vergessen. :-(

So ging es weiter über Capdepera, Artá, Cala Millor, Manacor, Felanitx, Campos und Llucmajor. Abgegeben habe ich den Mietwagen in El Arenal. Ganz bewusst. Man kann nicht immer über das schimpfen und sich über das mockieren, das man nicht kennt, das man nicht erlebt hat. Ich kam am frühen Abend dort an. Es war (noch) ruhig. Die meisten waren schon wieder im Hotelzimmer, so denke ich, um sich für den Abend fertig zu machen. So lange wollte ich nicht warten. So schlenderte ich am Stand entlang und belustigte mich am Anblick und Verhalten einiger Unverbesserlichen, die man sonst nur aus EXTRA oder RTL II kennt – mit Ihren Mützen, Perücken und uniformiertem Gruppenauftritt. Naja, suum cuique.

Mit einer überraschend günstigen Fahrt mit dem Bus (wo in angenehmer Lautstärke Musik lief!) ging es dann zum Plaza de la Reina, direkt hinter die Kathedrale La Seu. Ein kleiner Rundgang durch das Herz der Altstadt, und schon ging es wieder Heim. Ausruhen, dann wieder frischmachen und kopfüber in die Nacht.

Zunächst musste ein Stärkung her. So gab es am Freitag Abend einfache Snacks vom Bäcker (eine Art Pizzagebäck mit Käse und Speck und Thunfisch-Gemüse-Salat.

Als Brunch am Samstag gab es kleine, mit würziger Tomatenpaste gefüllte Empanadas sowie Cola light (die in jedem Land anders schmeckt).

Der Samstag stand dann also ganz im Zeichen von Palma. Wie üblich, wanderte ich stundenlang und ohne Rast durch Palma, die engen Gassen und Parks, Einkaufsstrassen und Avenuen. Der Paseo de Born erinnerte mich gar an La Rambla in Barcelona.


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Dort wurde auch gerastet und die Süddeutsche gelesen, nachdem es zuvor Cappucino, einen Cookie und einen deliziös-saftigen Tarte de Almendra (Mandelkuchen) gab!

vorher

vorher (Foto: travelicious.tv)

nachher

nachher (Foto: travelicious.tv)

Daher mache ich eben gerne Bed-und-Breakfast und versuche so oft wie möglich mit Einheimischen in Kontakt zu kommen. Denn dann weiss man z.B. wo man essen kann und sollte! Aber, leider war die Bar Día in der Altstadt übervoll. So ist das meist mit den Geheimtipps.

So ging es wieder zurück nach Terreno. Am letzten Abend gab es dann einen gemischten Salat mit gebackenem Ziegenkäse (Ensalada con Queso de Cabra), Rosinen und Walnüssen. Dazu eine kleine Auswahl an Tapas – Tortilla Espanola, Pollo en Salsa Champinona und Albondigas in einer köstlichen Salsa!! Dazu ein San Miguel.

Ensalada con queso de cabra (Salat mit Ziegenkäse)

Ensalada con queso de cabra (Salat mit Ziegenkäse) (Foto: travelicious.tv)

Für die Verdauung wieder mal ein Cafe Americano und abschließend ein Gin Tonic – bevor es, nach einem dringend erforderlichen Verdauungsspaziergang entlang der quirrligen, lauten, von Partygrüppchen und Selbstdarstellern überfüllten Hafenpromenade wieder kopfüber in die Nacht ging.

Cafe Americano

Cafe Americano (Foto: travelicious.tv)

Gin Tonic

Gin Tonic (Foto: travelicious.tv)

Der Brunch am nächsten Tag fiel einfach aus; Bananen und Thunfisch-Nudel-Salat aus der Dose. Ich hatte mir vorgenommen, auch noch Paella zu essen.

Thunfischsalat mit Nudeln

Thunfischsalat mit Nudeln (Foto: travelicious.tv)

Doch dies ergab sich erst am Flughafen. Dann aber gleich eine gemischte Portion – Paella Negra und Paella mit kleinen Nudeln statt Reis. Dazu Wasser.

Paelle Negra und Paella mal anders

Paelle Negra und Paella mal anders (Foto: travelicious.tv)

Dann wurden eine eine Flasche Mandellikör und ein mallorquinischen Rotwein (Crianza) gekauft. Schade, dass es eine Mengenbegrenzung für Alkohol und Lebensmittel gibt.

mitbrINgSEL: mallorquinischer Rotwein und Mandellikör

mitbrINgSEL: mallorquinischer Rotwein und Mandellikör (Foto: travelicious.tv)

Ich hätte das ganze Delikatessenlädchen leer kaufen können – Öle, Oliven, Pasten und auch den leckeren Hierba, bei dem ganze Kräuter mit in die Flasche gefüllt sind.

Als Nachtisch gab es dann Oreos.

Oreos auf dem Weg zum Gate

Oreos auf dem Weg zum Gate (Foto: travelicious.tv)

Wer der Trip nicht zu kurz? Ja. Aber er war lang genug, um eine kleine Ausflucht aus dem Alltagb zu sein, lang genug, wunderschöne Eindrücke und Verkostungen zu haben.

War die lange Fahrt, das rastlose Streunen durch die Stadt nicht anstrengend? Ja! Aber das Abschalten dabei, die Eindrücke, die Gerüche und Laute, die Farben und Formen machen den Kopf frei, befriedigen große Neugier, Fernweh und Sehnsucht.

!Hasta la proxima, Mallorca!

Sag mir was Du liest, ich sage Dir, wo Du bist!

Sag mir was Du liest, ich sage Dir, wo Du bist! (Foto: travelicious.tv)

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