
Gemeindewappen (wikipedia.org)
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Abgelutscht, aber immer wieder brauchbar, wenn es darum geht, zu betonen, dass man nicht immer riesige Distanzen überwinden muss, um abschalten zu können. Eine Ausflucht aus dem alltäglich Gegenwärtigen bietet ein Kurzausflug ins Umland. So geschehen diesen Samstag nach Rommerskirchen, das ich bisher nur vom Hörensagen kannte. Allein Hin- und Rückfahrt im motorisierten Gefährt sind entspannend, wie diese Impressionen belegen dürften.

Gemeinde Romemrskirchen
Nur einen Barbarasteinwurf entfernt von Horst Lichter’s “Oldiethek” liegt das Gut Barbarastein. Die Absicht, dort einzukaufen, und die Umsetzung dessen erinnerte mich an meine Kindheit. Da fuhren wir auch, ab und an, hinaus in den Kölner Norden, zu den Bauerhöfen in Feldkassel und Umgebung. Frische Milch und Eier wurden eingekauft sowie Gemüse der Saison. Ungewohnt fortschrittlich, um nicht zu sagen ungewohnt ein teutonisches Kaufverhalten – und das für geringverdienende, kinderreiche Gastarbeiter. Anderseits auch ein hilfreiches Handeln gegen das Heimweh: Als Gastarbeiter angeworbene Bauernkinder und Landeier ziehen durch die Maisfelder und ernten mit eienen Händen das, was sie selbst be- und zubereiten werden. Das Ganze geschieht umringt von Tieren und bewirtschafteter Natur.
Die dieses Posting einleitende Bauernweisheit kann nicht nur für die Destinationswahl herhalten, sondern auch für den Bezug von Lebensmitteln. Die – Achtung: weitere Floskel – Verbindung des Angenehmen mit dem Nützlichen. Frischer Spargel aus der Region toppt Zuchtspargel von Hochleistungsäckern aus Rumänien – geschmacklich wie auch ökologisch. Da, weiss man, was man woher hat. Eben noch unter der Erde, so gleich dann in meiner Einkaufstasche. Neben Spargel wurden noch kleine Kartöffelchen (um es mit Horst Licher sagen würde) mitgenommen.

Spargel Co aus der Region (Gut-Barbarastein.de)
Aufgrund vertrauenswürdiger Empfehlung nahm ich dann auch ein Päckchen Wildschweinschinken mit. Meine erste kulinarische Begegnung mit den wilden, borstigen Eichelfressern, die die Barbarasteiner – ausgestattet mit der Lizenz zum Töten – selbst jagen und anschließend räuchern lassen. Nachtischtechnisch gab es dann noch eine Schale Erdbeeren. Diese waren jedoch nur zufriedenstellend im Geschmack, wobei man schmeckte, dass sie frisch und zudem nicht aus dem Treibhaus sind. Dies alles wurde dann am selbigen Wochenende verzehrt. Verzehrt werden konnte der selbstgemachte Erdbeerkuchen vor Ort, begleitet von Kaffee, umringt von Koppeln und grasenden Pferden, leider nicht. Petrus spielte nicht mit.
Also, mein Appell: Informieret Euch über die die Shopping-Möglichkeiten bei bäuerlichen Outlets in Eurer Region!
[UPDATE]
Als hätte einer der KStA-Redakteure meinen Post gelesen… Hofläden aus der Kölner Region
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