Wer heute (überhaupt noch) Zeitschriften kauft, behält diese in der Regel nicht lange. Die Ausnahme bildeten bisher Magazin-Flaggschiffe wie “Der Spiegel”, deren Uralt-Ausgaben noch heute auf Flohmärkten oder Tauschbörsen aufzustöbern sind. Anders verhält es sich mit sog. “Lifestyle-Magazinen”, zu denen sich Zeitschriften aus dem bereich Inneneinrichtung und Kochen entwickelt haben. Diese bieten einen längerfristigeren Mehrwert und lagern dementsprechend länger auf der Ablage des Couchtisches oder in der Küche.
Neue Leckertüre für Genießer
In diesen Zeiten von fortschreitender Veränderung der Mediennutzung und einhergehenden, sinkenden Auflagen bei Zeitschriften bereichert ein deutscher Verleger die Printlandschaft künftig mit einen neuen Magazin. Dabei handelt es sich nicht wirklich um eine neue Zeitschrift, sondern eine deutsche Adaption der in Großbritannien etablierten “Food and Travel” aus dem Hause Green Pea Publishing.

Cover 01/2010 (foodandtravel.com)
Die Lizenzausgabe von “Food & Travel” wird ab Juni dieses Jahres vom Hamburger Verlag Life Magazin zweimonatlich herausgegeben werden. Das Magazin erscheint in Deutschland mit einer geplanten Startauflage von 40.000 Exemplaren.
Nichts für zwischendurch
Der Titel gibt unmissverständlich wieder, worum es geht: Reisen & Speisen, schöne Destinationen und leckere, regionale Speisen – so, wie hier bei travelicious.tv, meinem Reise- und Speiseblog! Für die deutsche Erstausgabe von “Food & Travel” sind stolze 132 Seiten vorgesehen, zudem ein Supplement mit einem Top-Thema.
Inhaltlich ist sicher nichts Neues zu erwarten. Zu hoffen ist, dass die anvisierte Verbindung von Reisethemen und Kochen stimmig sein wird. Die Idee von “opulenten Bilderstrecken” ist so neu nicht, aber bei professioneller Aufmachung sicher eine Inspiration für Gaumen und Reiselust. Zu hoffen bleibt auch, dass es keine banale Aneinanderreihung von Speiseabbildungen und deren Zubereitung werden, sondern das Ganze auch durch Hintergrundinfos à la Glossar (ein Schmexikon wenn man so will) aufgelockert werden wird. Laut Angabe soll sich der in Deutschland produzierte redaktionelle Anteil auf 30 bis 40% belaufen. Der übrige Inhalt wird demnach wohl von der britischen Ausgabe adaptiert werden.
Übrigens: Auch auf der deutschen Website von “Food & Travel” kann man in der Ausgabe des Vormonats online blättern!
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