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Für alle, die gern "auswärts" essen!

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Salzburg – Teil 2

Januar 7th, 2010 · 1 Kommentar

“Kein Schloss am Woooolfgangseee, kein Schloss am Woooolfgangsee..”

Der erste Teil des zweiten Tages war dann in Gänze Salzburg gewidmet. Nach erholsamem Schlaf in einem 300 jahre alten Haus mit herrlichem Ausblick auf den Untersberg ging es dann vermummt in die vormittagliche Kälte. Petrus dankte mein fleißiges Tellerleeren mit blauem Himmel und Sonnenschein. Tja, wenn (B)Engel reisen! :-P

Blick auf den Untersberg (Foto: annellchen)
Blick auf den Untersberg (Foto: annellchen)

MAMA führte mich sicher durch die Hotspots des winterlichen Salzburg; von der für Ihre Mozartkugeln berühmten Konditorei Fürst in die Altstadt, die Getreidegasse entlang, vorbei an Mozarts Geburtshaus hinunter zum Ufer der Salzach.

Salzburg - 5

Salzburg im Winter (Foto: travelicious.tv)

Salzburg - 6

Getreidegasse im Winter (Foto: travelicious.tv)

Das Frühstück fiel aus. Um uns aufzuwärmen kehrten wir schließlich im Cafe Tomaselli ein – im welchem Cafe auch sonst, rühmt sich das 1705 gegründetet Haus doch das “älteste original Wiener Cafehaus” zu sein. Die bei scheinbar von allen Touristen angesteuerte Institution für Kaffeevariationen (von Kaffee, Melange bis hin zum Mokka) und Süsssnacks war entsprechend gut besucht. Das Qualität sich nicht immer gerechtfertigterweise im Preis widerspiegeln muss, bewies die mit Mühen bestellte Melange. Das mit Übermengen Obers getoppte Pfützchen im Tässchen durfte sich dann aber sonnen in der knusprig-braunen Ausstrahlung des nicht minder teuren Apfelstrudels. Selbigen servierte eine weitere Institution – das Kuchenfräulein. Im klassischen scharzen Bedierinnenoutit mit weißer Spitzenschürze ist sie die Einzige, die die Torten- und Kuchenvariationen aus dem gläsernen Schrein herausnehmen und auf einem geschulterten Tablett an den Mann bzw. die Frau bringen darf. Kleiner Tipp: Wer nicht unverhältnismäßig lange auf die Rechnung warten möchte, der begleicht diese am besten direkt nach dem Servieren.

Melange & Apfelstrudel - Cafe Tomaselli

Apfelstrudel & Melange im Café Tomaselli (Foto: travelicious.tv)

Unser Ausflug führte uns weiter in südlicher Richtung zurück zu der auf einer Anhöhe liegenden Unterkunft mit wunderschöner Aussicht auf das umringende Gebirge. Ein Zwischenstopp musste auf einem Weihnachtsmarkt stattfinden – weil ich noch immer keine Bosna gegessen hatte. Mengenmäßig mehr erwartete ich schon von der österreichisch-balkanischen Antwort auf den Hotdog für den vergleichsweise mengenmäßig hohen Preis von EUR 3,10. Naja.

Link: Bosna in Salzburg, 2009

Doch das Vinschgauer / Vinschgerl mit dem köstlichen Schinken, das wir als Proviant kauften, letztlich aber erst am Flughafen während der schneesturmbedingten Flugverspätung genießen konnten, machte die Brot-mit-Fleisch-Enttäuschung wieder mehr als wett! Herrlich! Das hier im Supermarkt angebotene Vinschgauer zum toasten/aufbacken ist lecker, kommt aber nicht einmal ansatzweise an das dort Verzehrte heran.

St. Gilgen am Wolfgangsee Für den Nachmittag stand ein Ausflug zum Wolfgangsee an. Mann, hatten wir ein Panorama! Es machte die verlängerte Anreise mehr als erträglich. In St. Gilgen angelangt, wärmten wir uns in der Krippenausstellung und anschließend einer Tasse Glühpunsch an der offenen Feuerstelle des Miniaturweihnachtsmarktes auf. Kitsch as Kitsch can be! Vorbei am Geburtshaus von Mozarts Mutter und dem Nannerl, führte unser Weg hinunter zum Wolfgangsee.

Wolfgangsee, AT (Foto: annellchen)
Wolfgangsee, AT (Foto: annellchen)
Wolfgangsee, AT (Foto: annellchen)
Wolfgangsee, AT (Foto: annellchen)
Wolfgangsee, AT (Foto: annellchen)
Wolfgangsee, AT (Foto: annellchen)

Die vergebliche Suche nach einem gescheiten Schweinsbraten ließ uns resigniert im Gasthaus Stern halt machen. Es sei angeraten, beim Eintreten zur Weihnachtszeit die Sonnenbrille aufzulassen, dass der übermäßige-übermütige, überfordernd-unübliche Dekorationsstilmix ist reizend – vor allem die Augen. Doch der lauschige Platz am mit Holzmöbelresten befeuerten Kamin lässt dann entspannend verweilen.

Link: Gasthaus Stern in St. Gilgen

Innere Schönheit lasse ich bei Nutztieren nicht gelten. Trotzdem versuchte ich mich an einer Innereien-Abwandlung – Leberknödelsuppe. MAMA wählte die gleiche Suppe, jedoch mit Frittaten als Einlage. Die Begleitungen begnügten sich mit einer Riesenbratwurst nebst Pommes Frites und Braten mit Beilage. Frei von der Leber weg blieb ich der Leber treu. So ging es Weiter mit Leberkäse und Beilage für mich, sowie einem Toast nach Holzfäller-Art für die MAMA. Da war leider kein Platz mehr für einen Nachtisch, den sich aber unser Galan, “Don Carlos”, genehmigte – Apfelstrudel mit Vanillesoße.

Rinderbrühe mit Leberknödel & Frittaten

Frittatensuppe und Leberknödelsuppe in St. Gilgen (Foto: travelicious.tv)

Leberkas, Spiegelei & Pommes Frites

Leberkas, Spiegeleil & Pommes in St. Gilgen (Foto: travelicious.tv)

Tiroler Holzfäller-Toast

Tiroler Holzfäller-Toast in Salzburg (Foto: travelicious.tv)


“Lasst uns fro-oh und munter sein…”

Ab ins Auto, vorbei an der Red Bull – Zentrale und dem Mondsee ging es zurück nach Salzburg. Die Nachricht über schneebedingte Verspätungen trübte unsere
Stimmung. Doch, was wären wir ohne Narumol! Einige Best-off-Videos erhellten die Laune, und hoffnungsfroh ging es zum Flughafen. Dort angelangt deutete sich weitergehende Verspätung mit ungewisser Dauer an. Fast alle Flüge nach Piefkanien wurden abgesagt. Glücklicherweise traf aber unsere Maschine nach über vier Stunden Wartezeit dann doch noch ein.
Flughafen Salzburg 4

abwarten und Rotwein trinken (Foto: travelicious.tv)

Kein Bier für Schwangere bei airberlin

Kein Bier für Schwangere. (Foto: travelicious.tv)

Glücklicherweise hatten wir noch das Vinschgauer mit Schinken, das Rätselheft und eine Kreditkarte. Damit konnte dann Wein und Bier im kleinen Bistro des mäßig infrastrukturierten Flughafens erstanden werden. Wenn schon warten, dann doch bitte dekadent mit schraubverschlossener Weinflasche und Weingläsern auf dem Gepäckband sitzend. Der Rotwein vom Weingut Sutter stellte sich als genießbar heraus, und Gewichtsanzeige zeigte dann am Ende berechtigterweise einige hundert Gramm mehr. Gut, dass ich und MAMA nicht schwanger waren. Sonst hätten wir das mit entsprechender Verzehrwarnung versehene Warsteiner Bier nicht genießen können.

Annellchen, ich hoffe, wir dürfen bald wieder mal einen Besuch abstatten! Denn, wie geschrieben, in Salzburg war’s gar ned fad!

relevante Postings:

Salzburg – Teil I

Tags: 1_Tastinations

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Mama // Jan 8, 2010 at 13:07

    Jui, wie schön! I hob mi gfreit dabei zu sein…. :-) .Scheee wars und Papa – wie immer – der beste Reisefreund, den man sich vorstellen kann. TBC!

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