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Für alle, die gern "auswärts" essen!

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Salzburg – Teil I

Dezember 28th, 2009 · 1 Kommentar

Oider, in Salzburg war’s mir ned fad!

Wappen der Stadt Salzburg
Salzburger Wappen

Travelicious.tv – Der Reiseblog war wieder unterwegs und tischt einen ganz frischen Speisebericht auf: Nach einem langen Freitag mit Klausur am Abend, anschließender Firmenweihnachtsfeier ging es zu Fuß zum Kölner Hauptbahnhof – weil wintereinbruchs-bedingt kein Taxi mehr zu haben war. So war mir das zeitige zu Bett gehen vergönnt, denn ich musste ja meinen ICE um 04:22 Richtung München erreichen. Ebenso vergönnt, war mir die erstärkende Nachtruhe im Zug. Vielleicht war es die Aufregung, vielleicht aber auch die breite Getränkeauswahl der Weihnachtsfeier. Ich erreichte München mit 29-minütiger Verspätung und setze umgehend neuerlich zu Frühsport an, um den Anschlusszug nach Salzburg zu erreichen. Da dieser aber bereits abgefahren war, wechselte ich sprintend zur Bummelbahn gen Salzburg.

Deutschland ist wunderschön! Wer, bedauerlicherweise, noch nicht zu dieser Erkenntnis gelangt ist, dem sei eine Bahnreise mit dem D-Zug durch verschneite niederbayrische Gefilde ans Herz gelegt. Ich kämpfte stetig gegen meine Müdigkeit an, um ja nicht die vielen, wunderbaren Eindrücke der verschneiten Winterlandschaft zu verpassen. Es gelang mir nicht immer, jedoch andererseits in ausreichendem Maße, um eben u.a. bestätigt zu bekommen, dass man nicht in die Ferne schweifen muss, wenn das Gute doch so nah ist. Alle wollen immer in die Ferne und nach Übersee – dabei gibt es Übersee auch in Bayern!

Chiemsee und Umgebung
Chiemsee und Umgebung (Bild: uebersee.com)

Von Übersee über Chiemsee endete meine Zugfahrt im Becken, genauer gesagt im Salzburger Becken. Denn dort siedelten sich die Ur-Salzburger an, um und um den Fluss Salzach herum an. Heute zählt die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes fast 150.000 Einwohner. Eine willkommene Abwechslung für einen Großstädter für mich. Dem Schnee und der kriegsunversehrtheit der alten Häuser und Bauten ist es zu verdanken, dass Salzburg auf den Besucher so wirkt, als wäre es unmittelbar einer gerade erst geschüttelten Schneekugel entnommen worden. Die Berge drumrum tragen ihr Übriges hierzu bei.

Panoramablick über Salzburg (Foto: wikipedia.de)
Panoramablick über Salzburg (Foto: wikipedia.de)

Ein Must-Visit ist der auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste stehende historische Kern der Stadt, wo sich auch das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart befindet, dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt.

Salzburger Altstadt (Foto: wikipedia.de)
Salzburger Altstadt (Foto: wikipedia.de)

Kulturinteressierte Locken im Weiteren die Salzburger Festspiele, Genusssüchtige u.a. die echten (!) geschützen Mozartkugeln.

Wer wie ich als reisenser Speiser bzw. speisender Reiser die Welt erschmecken will, der muss vor und nach einer Schlemmereise das Laufband einplanen – insbesondere, wenn es um deftig-traditionelle Salzburger Küche geht. Auch wenn es mir nicht gelungen ist, Mozartkugeln zu probieren, so stand etliches andere auf meinem Speiseplan. Hungrig in Salzburg angekommen, erfolgte die erste sättigende Nahrungsaufnahme erst in Golling.

Denn dorthin ging es als erstes Ausflugsziel. Gemeinde Golling liegt südlich von Salzburg und lockt u.a. mit dem geschützten Bluntautal.

Bluntautal - Bild 1

Bluntautal (Foto: travelicious.tv)

Bluntautal - Bild 2

Bluntautal (Foto: travelicious.tv)

Bluntautal - Bild 3

Bluntautal (Foto: travelicious.tv)

Bluntautal - Bild 4

Bluntautal (Foto: travelicious.tv)

Bluntautal - Bild 4

Bluntautal (Foto: travelicious.tv)

Bluntautal - Bild 5

Bluntautal (Foto: travelicious.tv)

Dessen Verlockung sind wir bereits im Vorfeld verfallen und krönten unseren Trip zunächst mit einem Spaziergang und anschließend mit einer Pferdeschlittenfahrt.

Wer beispielsweise seiner Herzensdame ein Heiratsangebot machen will, sollte sich, so wie wir, an Mathias wenden und eine Kutschenfahrt durch das verschneite Bluntautal reservieren. Da wird die Gegenwärtige zweifelsohne zur Zukünftigen. Der Kaindl Mathias hat schon “füüüh” in seinem Leben gemacht und kann als sachkundiger ortskundiger viel erzählen. Anders als bei uns, sollte dann passendere Verpflegung eingeplant werden; Sekt böte sich an statt, wie bei uns, selbstgebrannter Obstler, Nussschnaps (lecker!!!) und Glühwein, den uns Mathias so selbstlos anbot. Zwei leere Flaschen und eine geleerte Thermoskanne später kehrten wir neuerlich im Gasthof Göllhof ein – geht es ja bei diesem Reiseblog Reiseberichte und Speiseberichte.

Link: Almdudler im Gasthaus in Golling

Beim ersten Mal gab es dort eine Rindssuppe mit Kaspressknödeln und anschließend einen Suhr- und Schweinsbraten mit Semmelknödel und Butterkartoffeln. Begleitet wurde dies, traditionsgemäß, mit Almdudler und einem gescheiten Bier.

Kaspressknödelsuppe 2009

Kaspressknödelsuppe in Golling (Foto: travelicious.tv)

Suhr- & Schweinebraten mit Semmelknödel & Salat

Bratenteller mit Semmelknödel & Salat in Golling (Foto: travelicious.tv)

Kaskrainer mit Pommes Frites

Kaskrainer / Käsekrainer mit Pommes, Golling (Foto: travelicious.tv)

und Heinz Felix.

Heinz ähm Felix - Ketchup

In A wird Heinz dank Felix zum Glücklichen (Foto: travelicious.tv)”

Beim zweiten Mal begügten wir uns, zwecks Erlangung der regulären Körpertemperatur und Blutalkoholverdünnung, für Kakao mit Schlagobers – statt dem obligatortischen Glühwein. Hätte ich, der “Mama” sei dank, nicht im Vorfeld Stiefel und lange Unterhosen gekauft, wäre ich sicher erfroren. Es war nämlich sehr kalt.

Der Abend sollte dann schließlich ausklingen bei Wein, mit Weib und Gesang. Letzteren gab es als kostenlose Beigabe zu unserem Essen im Wirtshaus in der Salzburger Innenstadt. Denn in dem urig-tiefgängigen Keller des Gasthauses hallte der Gruppengesang der gutgelaunten weihnachstfeiernden Salzburger Kripo langanhaltend nach. Wer Lippenlesen konnte, war klar im Vorteil. Von meinen Lippen konnte man mir ablesen, dass mir wieder nach traditionellem Speis’ und Trank war.

Es ist so schwierig sich zu entscheiden, wenn man eine solch umfangreiche und verlockende Auswahl an Speisen hat. So wählte ich ein großes Bier, dazu – statt der ans Herz gelegten Kasnocken – eine Salatvariation mit Backhendl und Kürbiskernöl.

Kasnocken mit Pfanne & Schraubstock

Kasnocken traditionell – in Gusspfanne u. mit Schraubstock) (Foto: travelicious.tv)

Gemischter Salat mit Backhendl & Kürbiskernöl

Backhendl – Salat, Salzburg (Foto: travelicous.tv)

Eine leckere Kombination aus Blatt- und schmelzig-pampigem Kartoffelsalat. Schwuppdiwupp war der aber weg. So liebäugelte ich mit einem Strudel, um dem noch verbliebenen Hungergefühlchen konsequent, aber lecker, entgegen zu wirken. Wäre Narumol dabei gewesen, mein Wunsch noch etwas essen zu wollen, hätte sie sicher fragen lassen: “Pat dat da rein? Schaff Du dat?”. Ja, da patte noch wat rein. So durfte ich das aufessen, was von “Mamas” Essenswahl übrig geblieben ist – angebratene Semmelknödeln mit Ei & Speck. Yummy!!!

Angebratene Knödel mit Ei & Speck

angebratene Knödel mit Ei und Speck (Foto: travelicious.tv)

Obschon dies alles schon ein gelungener kullinarischer Abschluss für den Tag gewesen wäre und ich auch schon fick und fertig war, fiel der Entschluss zu gunsten eines Absackers am wenige Schritte entfernten Mozarteis, einer Eisbahn mitten auf dem Mozartplatz. Weder zu übersehen und, dank Apres-Ski-Partymucke, noch zu überhören. Auch dort fiel die Entscheidung wegen der großen Auswahl schwer. Schließlich gab es Bratapfelpunsch mit Apfelstückchen an der Feuerstelle – musikalisch begleitet von DJ Ötzi & Konsorten.

relevante Postings:

Salzburg – Teil II

weiterführende Links:

reisen:

- Stadtplan von Salzburg

- Salzburger Umgebungsorte

- Fahrplan der Österr. Bundesbahn

speisen:

- Salzburger Wirtshäuser

- Gastronomie in Salzburg

Tags: 1_Tastinations

1 Antwort bis jetzt ↓

  • 1 Annellchen // Jan 6, 2010 at 18:40

    Lieber O.,
    so sehen Schneemänner aus. http://www.flickr.c...
    Süßspeisen kommen in deinem Bericht wirklich etwas zu kurz, beim nächsten Mal müssen wir dann die ganze Kuchenpalette durchnehmen, Apfelstrudel, Sachertorten, Esterhazyschnitten usw. Vielleicht sollten wir noch auf Mathias Kaindl und sein “Weibi” hinweisen, bzw. wie ihr zu einer Schlittenfahrt mit Wein, Weib und Gesang im Bluntautal kommt. [...] Die Fahrt kostet 13 Euro pro Person und ist Romantik pur. (Falls das für den Partner nichts ist, kann er sich besaufen, während sie genießt :)

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