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Für alle, die gern "auswärts" essen!

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Amsterdam

November 25th, 2009 · Keine Kommentare

“Komm, wir fahren nach Amsterdam…”

Ein neuerlicher Bericht zu den Planungen das Rotlicht-Milieu in Amsterdam zu verkleiner bzw. in die Vorstadt zu verlagern, erinnerte mich an meinen neuerlichen Trip in die außergewöhnlichste Stadt der Niederlande. Nach Rotterdam, Maastricht und an die holländische Nordseeküste bei Zeeland habe ich es auch schon geschafft. Auch wenn ich Den Haag bisher nicht besucht habe, behaupte ich, dass Amsterdam sich von diesen Städten abhebt. Wer schonmal da war, versteht mich.

Amsterdamer Stadtwappen

Amsterdamer Stadtwappen

Nun, diesmal ging es zu sechst in die von Grachten durchzogene Metropole. Dennis organisierte einen Minibus. Erwarteten wir zunächst einen einfachen VW-Bus, so wurden wir – dank glücklicher Umstände – mit einem geräumigen, amerikanischen Spritschlucker mit verdunkelten Scheiben, Ledersitzen, Musik- und Klimaanlage überrascht.

Die dank zickendem Navigationsgerät überraschungsvolle aber alles in allem standesgemäße Hinreise war wegen der Vorfreude auf ein aufregendes Wochenende entsprechend kurzweilig. Der Aufenthalt nach Ankunft im vorab gebuchten IBIS Amterdam West war kurz. So konnten wir die unverdeckte Aussicht auf ein Industriegelände mit rauchendem Schlot nicht ausreichend auskosten. Ebenso wenig das Standard-Fastfood des königlichen Burgerbraters im Erdgeschoss des Hotels.

Ab ging’s mit dem Bus ins Zentrum und zur Erkundung der Stadt per pedes. Das Wetter spielte mit, die Sonne schien und irgendwann verloren Stullen, Kuchen und Sekt von der Hinfahrt ihre sättigende Wirkung. Meinem vehementen Einschreiten für die regional-typischen Speisen ist es geschuldet, dass wir bei ersten Hungergefühl nicht direkt im “Restaurant zur Goldenen Möwe” eingekehrt sind. Ein detaillierter Speisebericht zu McDo und Co. brächte nicht wirklich etwas. Was will man in seinem Speiseberichte schildern, was nicht schon ein jeder zu genüge kennt?!

Das Problem ist: Was ist regional-typisch für Amsterdam bzw. die Niederlande? Denkt man an die niederländische Küche, wenn man von den vielseitigen Küchen der Welt redet? Ich denke nicht. Entsprechend kurz war letztlich meine Auflistung der zu probierenden Speisen. Ich recherchierte, pflichtbewusst und selbstlos wie ich bin, vorab schon und visierte die Amsterdamer Einrichtung für Pommes Frites an – das “Vlaamse Frites Huis“. Laut eventuell verifizierten, aber sich in der Kerninformation deckenden Quellen ist es das älteste Amsterdamer Frites-Restaurant (Restaurantbetrieb seit Mitte des 19. Jahrhunderts). Naja, Restaurant ist sehr entgegenkommend formuliert; es ist ein platzbengter Grill mit Straßenverkauf.

Vlaamse Frites Huis in Amsterdam (Foto: meinamsterdam.de)
Vlaamse Frites Huis in Amsterdam (Foto: meinamsterdam.de)

Drei portionsgrößen in den typischen Papiertütchen gibt es. Schwieriger wird es dann aber bei der Auswahl des Toppings. Die Vorsichtigen bleiben bei Ketchup und Mayonaise. Ich entschied mich für die Erdnusssauce, assoziierte ich holländische Delikatessen seit Kindheitstagen an doch mit Erdnussbutter. Die gab es immer als Mitbringsel vom Onkel, der ‘rübermachte und ein 2-Kilo-Schraubglas mitbrachte.

Link: JUN 09 - Amsterdam Flams Fritjes Der zweite typisch niederländische Snack, Eigeweihte ahnen es sicher schon, war die Frikandel. Eine Mischung aus Frikadelle und Wurst – vermengt, gepresst, frittiert. So denke ich, wobei ich eigentlich nicht wirklich wissen möchte, wie es hergestellt wird; es nähme dem Ganzen die Illusion des Nahrhaften. Wer nicht lange anstehen will, kehrt ein bei den Selbstbedienungs-Shops, greift zur Münze und wirft sie in den Schlitz neben dem Fach mit dem Snack der Wahl. Fleissige Helfer, deren Vorfahren aus den Kolonien stammten, füllen die Fächer stets von der Rückseite aus wieder auf. Burger, Frikandel, Frikadelle, Kroketten etc. Münze rein, Klappe auf, Snack raus, Hungergefühl weg.

Link: JUN 09 - Amsterdam Frikandel

Wer dem nicht so zugeneigt ist, der wird in dieser maximalmultiethnischen Stadt sicher nicht verhungern – von globalisiertem Schnellfraß bis hin zu internatinalen Küchen, Schnellgarern etc. ist alles vertreten. Wer noch einen Nachtisch sucht, kann sich an Spacecookies versuchen. Aber Vorsicht, it’s cool, man!

Getränketechnisch, insbesondere was den Abend anbetrifft, blieb man dem Genever fern und freundete sich rasch dem Heineken an. Diesem “Sight-Drinking” gaben wir letztlich, insbesondere wegen des Eintrittspreises, den Vorzug gegenüber dem “Sight-Seeing“. Ansonsten wüsste ich spontan nur vom Amstel zu berichten. Klagt der Gastwirt bei uns über Schwund beim Zapfen, so schlägt der Gastheer drüben überstehende Schaumkronen traditionell mit dem Spaten ab.

Tot gauw, Amsterdam!

BTW: Viele verwenden Holland und Niederlande synonym. Nun, so falsch dies nicht ist, so richtig ist es nicht. Wikipedia klärt auf, dass “Holland ein Teil der Niederlande ist, der im Westen von der Nordsee und im Osten vom IJsselmeer begrenzt wird. Holland teilt sich auf in die Provinzen Nordholland und Südholland [...]” Hier gibt’s die restlichen Infos: Wikipedia: Holland.

weiterführende Links:

Amsterdam-Touristinfo: I amsterdam

ÖPNV in Amsterdam

Meine Hotelbewertung: Ibis Amsterdam West

Wer immer noch nicht in Stimmung gekommen ist, na, der nehme sich 04:05 Minuten für nachstehendes Video:

Tags: 1_Tastinations

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