Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Von den weltweit schätzungsweise 70 Kaffeesorten, die in ungefähr 50 Ländern angebaut werden, dominiert die Sorte Arabica mit ca. 60% Marktanteil unsere Brühgruppen und Padeinsätze. Mein Eindruck ist, dass sich die Sorte “Mokka” im Okzident bis heute nicht merklich durchsetzen kann. Bedauerlich, meines Erachtens, weil es eine deliziöse Abwechslung ist – sowohl was die Zubereitung als auch den Geschmack anbetrifft.
Die Sorte Mokka, deren Ursprung man Äthiopien zuspricht, zeichnet sich durch seine vergleichsweise kleineren Bohnen und höheren Säureanteil aus. Letzterer macht sich aber bei der klassischen, orientalischen Zubereitung in der Cezve, für mein Geschmacksempfinden, nicht bemerkbar – unabhängig davon, ob man ihn ohne Zucker (”sekersiz”), mittelsüß (”orta sekerli”) oder süß (sekerli) mag.
Heutzutage, insbesondere im abendländischen Raum, gibt es keine einheitliche Definition und Zubereitungsweise für Mokka. In der Türkei, das ist mein Eindruck, erfreut sich Mokka (”türk kahvesi”) ungebrochener Beliebtheit, obschon Instant-Kaffee (”Nescafe”, so die umgangsprachliche Bezeichnung) und Coffeeshops schon lange auch in der Türkei Fuß gefasst haben. Verlange ich bei Mama oder in der Türkei nach Kaffee (”kahve”), erhalte ich das, was ich mir wünsche – Mokka.
Weitere Infos: Mokka und dessen traditionelle Zubereitung
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interessanter Artikel: “Kein Kaffee in Mokka“
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