Vergangenen Samstag gab es die Weihnachtsgans 2011 in Köln. Nicht irgendwo draussen, wo es mit anonymer, aufgesetzter Liebe gemacht und überteuert an den Mann gebracht wird – sondern bei guten Freunden in Ehrenfeld.
Vor- und nach der Gans gab es Erdnüsse und Dieter’s selbtsgemachtes, variationsreiches Weihnachtsgebäck.
Weihnachtsknabbereien (Foto. travelicious.tv)
Sodann folgte die Gans, umringt von Klößen und Rotkohl. Dazu gesellten sich zweierlei Soßen und zwei verschiedene Rotweine.
Weihnachtsgans (Foto: travelicious.tv)
Ein wenig befremdlich war es schon, die Gans in unmittelbarer Nähe zu einer Voliere mit drei Sittichen zu verspeisen. Hmm….
Ich liebe Kaffee, was zuletzt insbesondere mein Posting zum Tag des Kaffees gezeigt haben sollte. Für mich ist es ein Genussmittel. Kaffee sehe ich als Luxus Ein Luxus, den wir uns das ganze Jahr über leisten, den wir über tausende von Kilometern umweltbelastend in alle Ecken der Welt transportieren lassen und dessen Anbau Unmengen von Wasser verbraucht.
Daher gilt es Kaffee bewusst zu geniessen, darauf zu achten, dass er umweltschonend angebaut und möglichst klimaneutral weiterverarbeitet worden ist. Dass die Fairness nicht bei der Umwelt aufhören, sondern auch die Erzeuger in den Herkunftsländern einschliessen sollte, zeigt u.a. auch der Film “Black Gold Movie” von Nick und Marc Francis.
Wie bei sehr vielen anderen Produkten achte ich seit längerem darauf, dass mein Kaffee umweltschonend angebaut und fair gehandelt ist. Das kostet zwar deutlich mehr als der Kaffee vom Discounter, doch ist es seinen Preis wert. Über den Coffee Calculator erhält man einen quantifizierten Überblick über die Anteile der am Kaffee beteiligten.
Leider sind beispielsweise die Fairtrade-Kriterien leicht zu erfüllen. Darüber hinaus bleiben auch bei FairTrade-Kaffee immer noch zu viele Stufen zwischen einzelnem Kleinbauer und dem hiesigen Endverbraucher, so dass immer nur ein viel zu geringer Anteil von fairen Aufschlägen und Erhöhungen beim Erzeuger ankommen.
Die Leckereien im Oktober standen besonders im Zeichen der Tradition. Zur Tradition werden sollte auch der vermehrte Einsatz von Videos im Speiseblog traveliciousTV. Das Nachreichen nachstehenden Videos soll diesem Anliegen wieder Rechnung tragen – und wieder die inhaltliche Brücke zur traditionellen türkischen Küche, mit der ich “groß” geworden bin, schlagen.
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Batirma a la “anne” (Foto: travelicious.tv)
Weizengrütze finden weite und breite Verwendung in der türkischen Küche – mal als Reisersatz, aber auch mal mit Hack vermengt zu Frikadellen (Köfte) oft eben auch für kalte Speisen wie Kisir, die man auf nahezu jedem türkischen Buffet findet.
Ich liebe Bulgur in allen Formen – besonders eben als Batirma. Batirma oder auch Batirik ist in Südanatolien verbreitet und bedeutet soviel wie “Ertränktes”. Weizengrütze wird mit heissem Wasser eingeweicht und mit allerlei Zutaten lange per Hand vermengt.
Bulgur, grob (Foto: travelicious.tv)
Zu kleinen Würsten (Sikma) gerollt, geniesst man sie z.B. in einem Salatblatt gewickelt. In einem anderen Aggregatzustand, nämlich flüssig, ist Batirma besonders im Sommer ein Genuss; da wird die Bulgur-Knetmasse gerne mit Eiswasser verflüssigt und kommt somit einer Gazpacho nahe – nur mit mehr Kauanteil. Das Ganze lässt sich dann noch mit rohem bzw. blanchiertem Gemüse als Einlage verfeinern – z.B. Gurkenstückchen oder gekochte Weinblätter. Wichtig: Ohne Walnusskerne als Zweithauptzutat ist Batirma nicht Batirma. Abwandlungen z.B. mit Tahin (Sesampaste) gibt es, doch die kommen nicht an die klassische Zubereitung heran.
Auch im Oktober kam die auswärtige Restauration nicht zu kurz.
Fisch
Gleich zweimal kehrten ich und meine fischsüchtige Begleiterin bei Nordsee ein. Ein Gutschein für den rabattierten Verzehr versüsste beide Besuche.
Schellfisch mit Gemüse (Foto: travelicious.tv)
Auf die Schellfisch folgte dann die Scholle “Champignon”.
Scholle “Champignon” (Foto: travelicious.tv)
Fleisch
Nicht nur Fisch war in der jüngeren Vergangenheit häufig Gegenstand von Essberichten, sondern auch die Currywurst. Der letzte Gutschein für Culux mündete in einen Käsekrainer mit Erdnusssoße.
Käsekrainer mit Erdnusssoße (Foto: travelicious.tv)
Nicht nur das Fischessen, sondern auch die Currywurst in verschiedensten Variationen ist also schon zur Tradition geworden. In den Genuss einer anderen Tradition bin ich nun endlich gekommen: Es hat nun 31 Jahre gebraucht, bis d’r Kölsche Jung zu seinem Rheinischen Sauerbraten gefunden hat.
Im Brauhaus Hellers gab es den Rheinischen Sauerbraten mit Rotkraut, Knödel und Preiselbeersoße. Umgehauen hat es mich nicht, doch kann ich einen weiteren Posten auf meiner Liste abhaken. Ob es Pferdefleisch war … ich weiss es nicht.
Rheinischer Sauerbraten (Foto: travelicious.tv)
Bleiben wir bei der Tradition. Traditionell ist auch die türkische Küche für mich. Bedingt durch die Abwesenheit der versorgenden Mutter, kam der Genuss türkischer Speisen in den vergangenen Monaten zu kurz. So sprang “Deniz” mit ihrer Auswahl an traditionellen Gerichten in ihrem “Körfez Feinkost”-Geschäft in die Bresche. Da es einiges nachzuholen galt, fiel die Entscheidung zugunsten von drei verschiedenen Salaten (Kichererbsensalat, Bauernsalat und Kisir) und zwei verschiedenen Pasten (Minzpaste und getrocknete-Tomaten-Paste) – das alles zu einem unschlagbaren Preis. Dazu gab es Fladenbrot und einem schwarzen Tee zum Abschluss.
Die andere Versorgerin ist die Schwägerin. Sie versorgte die fleissig Renovierenden mit deftiger türkischer Hausmannskost – in Form eines Gemüseintopfes und Auberginen in Joghurtsoße.
türkische Hausmannskost (Foto: travelicious.tv)
Eine neuerliche, traditionell üppig ausfallende Auswahl an türkischen Speisen gab es dann anlässlich eines Kindergeburtstages.
Traditionell ist auch der auswärtige Kaffee – so z.B. bei Temma im Kölner Süden.
Kaffee bei Temma (Foto: travelicious.tv)
Des Weiteren gab es neuerlich auch den Kaffee in Kombination mit einem Kuchen. Der Kuchen war ein Stück Torte nach Sacher Art.
Kaffee & Torte Sacher Art (Foto: travelicious.tv)
Übermässig süss wurde es dann vor und während einer privaten Kinovorstellung mit Vollverpflegung seitens MTV Mobile im Kölner Cinedom.
Snacks vor dem Film (Foto: travelicious.tv)
Im Kinosaal beanspruchte der Vorrat an Snacks gar einen eigenen Platz. Zu traditionellen Nachos mit Salsa, gesellten sich u.a. Popcorn, Domino-Eis und Cola.
Snacks beim Film (Foto: travelicious.tv)
Getränke
Zu den eingeführten Traditionen gehört auch der Genuss von Oktoberfestbier diesseits des Weisswurstäquators.
Oktoberfestbier in Köln (Foto: travelicious.tv)
Mit einer anderen Tradition wurde wurde auch nicht gebrochen – dem Wein. Zu Mozzarella Caprese, Parmesan, getrockneten Tomaten und Oliven gesellte sich ein seltener Begleiter – ein Weisswein. Es war jedoch ein besonders leckerer Weisswein, eine Reminiszenz an den köstlichen Besuch der Naheweinstrasse, ein Mitbringsel vom Weingut Gälweiler in St. Katharinen.
Deutschland trifft auf Italien (Foto: travelicious.tv)
Die Einladung zur Weinprobe führte mich und meine genusssüchtige Begleiterin zu Jacques Weindepot in Köln.
Weinprobe bei Jacques (Foto: travelicious.tv)
Den Auftakt machte ein Cremant gefolgt von leckeren Rotweinen und Weissweinen. Die lethargische Gastgeberin liess sich nicht lumpen und kredenzte dazu noch einen vorzüglichen französischen Weichkäse und gefüllte, getrocknete Tomaten.
Auch Weinproben sind schon zur Tradition geworden. Ich freue mich auf die nächste Weinprobe bei Jacques und hoffe, dass Basic Bio den kürzlichen Genussabend in absehbarer Zeit wiederholt. Der Bericht über die Champagnerprobe nebst 5-Gänge-Menü gibt es in Kürze einen Bericht.